Robinie oder Scheinakazie (Robinia pseudoacacia) als Bonsai

Die Robinie (Robinia pseudoacacia) wird auch Falsche Akazie, Scheinakazie, Gemeiner Schotendorn oder Silberregen bezeichnet.

Sie stammt aus Nordamerika und wurde im 17. Jahrhundert nach Europa gepracht. Dort wurde sie an der Nordmauer der Kirche St. Julien-le-Pauvre in Paris gepflanzt. Heute ist es einer der ältesten Bäume der französischen Hauptstadt.

Inzwischen ist diese Baumart fast in ganz Europa verbreitet und wächst in vielen Regionen auch wild.

Die Robinie ist giftig. Sowohl die Rinde, wie Blätter und Samen beinhalten Giftstoffe.

Die Robinie ist ein wichitger und ergiebiger Nektarlieferant für Bienen.

Herkunft:
Ursprünglich Nordamerika.
Inzwischen auch in Europa weit verbreitet.

Blatt:
Wechselständig gefiederte Laubblätter mit 15 bis 30 cm Länge.  Diese bestehen aus neun bis neunzehn eiförmigen Blättern.

Rinde:
Grau im Alter mit rissiger Borke.

Robinie (Robinia pseudoacacia) als Bonsai-Baum

Robinie (Robinia pseudoacacia) als Bonsai-Baum

Winter:
Die Robinie gilt als weitgehenst winterfest.
Als Bonsai sollte man den Wurzelballen vor starke Frösten schützen. Torf-Sand oder Laubpolster mildern Frost. Oder einsenken des Wurzelballens in Gartenerde.

Wer ganz sicher gehen will überwintert frostfrei in einem Kalthaus oder unbeheizten Gewächshaus.

Bonsaieignung:
Darüber gehen die Meinungen auseinander. Zum einen sind die langen Federblätter schwieriger als einfache Blätter zu gestalten. Wenn man den Baum mit mindestens einem Meter gestaltet, passen auch die langen Fächerblätter wieder gut in das Gesamtbild.

Das eine Bonsagestaltung möglich ist, zeigt das Foto auf dieser Seite, welches auf einer Bonsaiausstellung aufgenommen wurde.

Beschaffung:
Pflanzen-Fachhandel und relativ selten im Bonsai-Fachhandel.

Standort:
Halbsonnig bis sonniger Platz.

Giessen:
Staunässe verträgt die Robinie nicht.
So giessen, dass das Substrat möglichst immer feucht ist.

Düngen:
Gedüngt wird etwa zwei Wochen nach dem das Laub ausgetrieben hat bis in den Herbst.

Substrat:
1 Teil Torf oder Anzuchterde, 1 Teil mineralisches Substrat (Lavagranulat, Bims), 1 Teil Akadama.

Umtopfen:
Alle ein bis zwei Jahre.

Gestaltung:
Aufrechte, Gruppen, Wald- und Kaskaden-Formen können daraus gestaltet werden.

Schneiden:
Junge Triebe können über die Wachstumphase geschnitten werden. Die Feder-Blätter werden auf drei bis vier Blätter zurück geschnitten.

Drahten:
Ist meist nicht erforderlich und weniger zu empfehlen, da die Äste sehr brüchig sind.

Schädlinge und Krankheiten:
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