Zu ihrem 25-jährigen Jubliläum, veranstalteten die Bonsai Freunde Staufen eine großartige Bonsaiausstellung.
Veranstaltungsort war im Juni 2012 das Uditorium in Uhingen, in der Nähe von Göppingen.
Das Motto der Ausstellung: Die 100 schönsten Bonsais Württembergs.
Von verschiedenen Bonsai-Vereinen und Arbeitskreisen aus Württemberg wurden die schönsten Bonsais präsentiert.
Von den besten Fotos habe ich bei YouTube ein Video / Diashow online gestellt:
Hat euch das Video gefallen? Wenn ja, könnt ihr es mit dem folgenden HTML-Code auf eurer Homepage einfügen:
Hier im Blog hatte ich bereits über diese Bonsaiausstellung berichtet. Wer lieber Fotos anschaut findet diese hier:
- Die 100 schönsten Bonsais Württembergs – Teil 1
- Die 100 schönsten Bonsais Württembergs – Teil 2
- Die 100 schönsten Bonsais Württembergs – Teil 3
- Die 100 schönsten Bonsais Württembergs – Teil 4
- Die 100 schönsten Bonsais Württembergs – Teil 5
Hallo an alle,
Ich habe 2 Anliegen: Erstens:
Ein ganz großes Lob für diese tolle Diashow aussprechen! Fotos und die darauf abgebildeten Bonsai sind einfach nur top! Besonders gefällt mir das erste Bild, mit der Akzentpflanze.
Und zum zweiten möchte ich hier kurz ( oder eher lang) eine Frage stellen, die ich bereits unter Bonsaihimmel geschrieben habe. Aber dort hat in den letzten Tagen niemand geantwortet. Vermutlich hat niemand mehr auf den Artikel geschaut?
Also, hier nochmal:
Die Rede ist von meinem Neuzugang von heute. Eine Ilex crenata(japanische Stechpalme).
Mit knapp 13 Zentimetern zwar winzig, aber der (Doppel)Stamm ist im Verhältnis sehr dick und im Allgemeinen ist dieses wunderschöne Pflänzchen perfekt für einen tollen Shohin. Dicker Stamm, tolle Verästelung mit ordentlich dicken Ästen.
Das Problem: Es handelt sich um einen Spontankauf für 1,99 Euro aus einem Gartencenter(nicht der ‘Bonsai’ecke, sondern dem ganz normalen Draussen-Bereich!) ! OK, da liegt nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist, das die Pflanze in irgendetwas modrigem, nassen und gammeligen stand, dass sich Substrat schimpfte.
Sie sah gesund aus, hatte Neutriebe. Also nahm ich sie trotzdem. Zu Hause habe ich dann überlegt, wie ich weiter verfahren sollte, denn: Um diese JAhreszeit umtopfen, ist natürlich mies für die Pfklanze. Also habe ich mich als erstes mal im Internet schlau gemacht, welches Substrat und welche Pflege eine Ilex so braucht.Denn, trotz der Tatsache, dass das kein guter Zeitpunkt zum Umtopfen ist, müsste sie aus diesem Zeug raus. Ich hatte einfach Zweifel, ob die Ilex in dieser Lehmpampe überlebt, bis es Frühling ist. Dann habe ich eine Plastikschale in passender Größe rausgesucht, und die Ilex umgetopft. Die Schale war nur etwa 5mm flacher als der Topf, ich musste ergo keinen Wurzelschnit machen.Ich habe kaum Wurzeln beschädigt und einfach nur etwas von dem alten Substrat entfernt und sie in neues, frisches gesetzt. Wird sie das überleben?
Das zweite Problem ist die Überwinterung.
Ich habe folgende Überwinterungsplätze zur auswahl: Beheizter Wintergarten, Südseite, volle Sonne oder Draußen, Nordseite oder Südseite, mit allen möglichen SChutzmöglichkeiten oder ein unbeheizter Schuppen, der natürlich vor Wind schützt, in dem es aber kein bisschen wärmer ist als draußen. Welche Option wäre besser für die Ilex? Kühl, aber Frostfrei habe ich nicht im Angebot =(. Evtl. könnte ich sie in den Kübelpflanzen- Überwinterungsservice unserer Gärtnerei geben. Ich habe aber keine Ahnung, ob die Pflanzen da gut gepflegt werden…
Im Moment steht sie auf der Westseite im Garten.
Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben, wie ich das mit der Überwinterung regeln sollte?
Vir allen ist die Pflanze ja im Winter wohl noch nicht gut eingewurzelt, was sicher noch mal die Frostempfindlichkeit erhöht…
Viele Grüße, Luise
Hallo Luise,
da haben wir Deinen Kommentar wohl übersehen! Ups 🙂
Dein Ilex wird die „Wurzelbehandlung“ wohl überstehen, das war eine gute Entscheidung! Lieber die Erde teilweise ausgetauscht, als die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden und Fäulnis heraufzubeschwören. Da Du das Wurzelwerk ja nicht bearbeitet hast, wird da nix passieren. Ich Topfe Bäume im Sommer auch mal in neue Schalen, wenn die Schale genauso groß wie die Alte ist.
Normalerweise sind Ilex sehr winterfest, aber beim momentanen Klimawechsel ist aus folgendem Grund Vorsicht geboten:
Am Ende diesen Winters war es schon recht „warm“, bis auf einmal ein schneller Temperatursturz stattfand. Das bedeutet zuviel Temperaturunterschied in kurzer Zeit. Hatten wir zum Beispiel 10°C C am Tag, wurde es Nachts auf einmal -15 °C. Dies kann zum Absterben des Baumes führen. Ich habe von 60 jährigen Rosen gehört, die diesen Winter hops gegangen sind! Und viele Ilex in meinem Lieblingsladen sind nicht mehr ausgetrieben! Und das beim Profi!
Ein Ilex ist eine immergrüne Pflanze, also ist der Schuppen im Winter nicht das wahre, es ist zu dunkel. Der Wintergarten klingt super, wenn die Temperaturen nicht so warm sind. Es geht aber auch ein windgeschützter Ort an der Hauswand, bau Bretter außen rum als Windschutz. Kellertreppe, zusätzlich kannst Du den Topf oder Schale nochmal in eine größere Wanne mit Torf stellen und eingraben. Das Schützt die Wurzeln zusätzlich vor Frost.
Eine 100-prozentige Garantie gibt es aber nie.
Aber ich glaube das kriegst Du hin!
Viele Grüße
André
Hallo,
den ersten Kommentar habe ich bereits bemerkt. Hatte allerdings noch keine Zeit zu antworten.
Eine Torfwanne ist immer Winter eine sehr gute Lösung die ich auf meinem Balkon seit fünf Jahren erfolgreich praktiziere.
Selbst bei 20 Grad Minus haben es bisher alle Bäumchen überstanden. Allerdings habe ich keine Ilex, sodaß ich keine praktischen Erfahrungswert mit dieser Art weitergeben kann.
Aber Andrè hat bereits alles wichtige geschrieben.
Ich wünsch dir viel Erfolg mit deinem Schnäppchen!
Schönen Gruß Bernd
Danke fürs mutmachen, André!
Hmmmm… Der Wintergarten ist beheizt, nachts ist es zwar recht kühl im Winter(im Sommer ist es da selbst nachts extrem warm), aber tagsüber herrscht Zimmertemperatur.
Dann wäre wohl die Nordseite im Garten mit ordentlich starkem Schutz gut…
Torf und Sand und anderes klassisches Wintermaterual hab ich wegen der Hainbuche eh da. Einen Bretterverschlag müsste ich noch konzipieren…
Eventuell eine Art Foliengewäfhshaus mit Frostwächter und einem daran gekoppelten Heizkabel?
Da werde ich mir in restlichen Sommer Gedanken machen!
MfG,
Luise
Oh, während ich geschrieben habe, kam noch eine zweite Antwort!:)
Danke auch dir!
Klingt doch gut Luise, ich habe im Keller auch ein altes Heizkabel von einem alten Terrarium gefunden, damit werde ich auch mal experimentieren, ein kleines Gewächshaus basteln. Das ist gut für bearbeitete, schwache Bäume- ich stelle mir ne geregelte Temperatur von 1-8°C im Winter vor *träum*
Ich werde vor dem Winter meinen Balkon verschließen, mit einer Folie in einem Holzrahmen gespannt, der in die Balkonöffnung eingepasst wird. Da kommen dann die Bäume von unten rein im Winter.
Das müsste zusammen mit der Wohnungswärme die durch die Wände kommt, eigentlich funktionieren. Denke ich zumindest!
Hallo Luise!
Es gibt auch eine orginellere Lösung:
Solltest du ein Misthaufen haben,kannst du deine Stechpalme auch in den Kompost eingraben.
Duch die Verwesung des Komposts entsteht Wärme, (manchmal sieht man im Winter auch dampfende Misthaufen).Ausserdem gibt es keine allzugroßen Temparaturunterschiede und es fällt selten unter-5°C.
Stechpalmen kommen aus wärmeren Regionen,deshalb ist das Überwintern heikel.
Nein Kleinbonsai, mit einem Misthaufen kann ich nicht dienen.
Aber mir ist noch eine Lösung in den Sinn gekommen: Der Flur im Haus einer Bekannten! Er ist vollverglast und unbeheizt. Da haben wir auch immer unsere Olivenbäume überwintert. Ich glaube, da kommt er hin! Giessen könnte ich ihn-sie wohnt nur fünf gehminuten von mir entfernt!
Danke für eure Hilfe,
Luise
@ Liuse
Pass aber auf dass es nicht zu warm wird, eine Olive braucht zum Blühen auch leichte Fröste. Wenn Deine Stechpalme keine Wachstumspause bekommt, tut es ihr auf Dauer nicht gut. Es gibt, wie kleinbonsai geschrieben hat, auch Stechpalmen, die in tropischen Gefilden heimisch sind, dein „Ilex crenata“ gehört aber nicht dazu. Die kommen aus dem Bergland in Japan, wo es auch recht kalt wird. Die sind eigentlich sehr frostresistent, nur die beschrieben Temp.-Sprünge können sie eben nicht ab, vor allem nicht in Schalen oder Töpfen.